Welt – Bild


Das Gesamtbild vereinigt christliche und naturreligiöse Symbole zu einem Gesamtbild, dass dem dreistöckigem europäisch-schamanischen: Utgard (unten), Mitgard (Mitte), Asgard (oben) entspricht – Oder: Unterbewusstsein, Bewusstsein, Überbewusstsein


Ursprung (Unten)

Der Aspekt der „Unterwelt“ wurde im (traditionellen) Christentum völlig „verteufelt“ und dämonisiert. Im (europäischen) Schamanismus ist es die Wurzelwelt = Helheim, die Welt der (vier) Totenreiche (von Odin, Freija, Hel und Ran). Wer in der schamanischen Reise den Weltenbaum nach unten „klettert“ findet die mütterlichen, chtonischen Mächte bis hin zu den zerstörerischen (Utgard). Hel hat eine helle und eine dunkle Seite.

Bild: Feuer, Triebe (Wolf) und die aufstrebende Tyr-Rune (Symbol von Ordnung und Stabilität) Auch wenn (im „Unten“) alles feurig, gierig, gefährlich wirkt, das Zentrum ist eine Menschengestalt und das Wasser (des Lebens) zerstört das Ur-Feuer im Innern nicht, sondern strömt belebend nach Oben (oder zur Mitte hin)

Erleben (Mitte)

Mitgard – die Menschenwelt, der Bereich des bewussten Erlebens. Von Geburt zum Tod, Wachstum und Wandlung durch bewusste Wahrnehmung und Verarbeitung. 

Bild: Die Pieta: Maria und Christus, die Mutter hält ihren toten Sohn auf den Armen. In der Naturreligiösität ist es die Mutter Erde die den jährlichen Fruchtbarkeitsgott im Herbst ins Grab legt. Das Leben Jesu dient im Christentum als Lebensgrundlage (Folge mir nach). Der Leib Christi rahmt Geburt, Arbeit und Anbetung ein. So wie die Große Mutter (Mutter Erde) alles trägt, so ist sie auch die Mutter des Bewusstseins (Mutter mit Kind) und die „Arbeitsgrundlage“, der Baum. Sie symbolisiert alles sinnlich wahrnehmbare, vom Mineral, über die Pflanzen bis hin zum Tierreich. In der Mitte das Bewusstsein das „innehält“ und den „pneumatischen“, geistlichen Aspekt des Seins wahrnimmt. Die Taube als Symbol des Heiligen Geistes. Im Schamanismus die Krafttiere (Die Taube war in Kanaan das Symbol der Astarte, der Frau Baal’s), die Boten Gottes (Engel), die Nornen (Schicksalsfrauen), welche die geistige Grundlage des Lebens sind.

Ziel (Oben)

Die „Oberwelt“ existiert im (traditionellen) Christentum eigentlich nur noch im Katholizismus (Orthodoxie) in Form der Engel, Heiligen – der „himmlischen Heerscharen) usw. Im Evangelischen Bereich gibt es nur noch den Einen Gott und (vielleicht) noch den Heiligen Geist. In der Naturreligiosität ist es Asgard, das Reich Götter. In der Neuoffenbarung (Swedenborg, Lorber) das „Jenseits“, in dem wir – entsprechend unseres Lebens und unserer geistigen Entwicklung – dann weiterleben und wirken.

Bild: Die Yggdrasil (Weltenbaum) ist im europäischen Schamanismus das Symbol für das Leben. In seinen neun Welten (darunter Mitgard, Helheim, Asgard usw) spielt sich alles ab. Odin – der Allvatr – war neun Nächte am Weltenbaum (er opfert sich – sich selbst) und erwarb dadurch die Runen (Symbole der Laute und somit der Sprache – des Wortes = Logos und Christus sind im Johannesevangelium identisch). In meiner Symbolsprache steht das Ei für das Ich-Bewusstsein, dass sich als Zentrum der Seele im Leben entwickelt und nach dem Ablegen des Leibes – im Jenseits (Asgard) – „aufspringt“ und den wahren „inneren“ Kern offenlegt. (vom Krokodil bis zum Schwan) Im biblischen Sprachgebrauch das Neue Leben nach dem Jüngsten Gericht (das jeder bei seinem Tod erlebt) Die beiden Eier, oder Samen, zeigen zwei mögliche Formen des „Jüngsten Gerichtes“

Unten die chtonischen, mütterlichen Kräfte der Erde. Links und rechts die „Hüter der Seele“, oben der „richtende“ Geist.