Runen-System

Der Runenkreis von „hinten“ gelesen

Die Bedeutung der Runen sind aufgedruckt – wer damit arbeiten möchte kann es gern tun. Da die Runen ihre eigene Symbolkraft haben, müssen sie selbst erarbeitet werden. Das Grundmuster sind die „neun Stäbe“, übereinander gelegt. Die Schrift ist eine Frakturschrift, besitzt also eine langes und ein rundes „s“

Der Runenlauf im OdiNG

Urbilder – Winter, Erde (Bewusstsein)

Warum begeistert mich diese „Leserichtung“? Sie beginnt mir einer „mütterlichen“ Rune, die als Heimat, oder Erbgut, als Ahnenreich usw bezeichnet wurde: Odala – und wenn „Mutter Erde“ der Ursprung ist, dann ist diese als Anfgangsrune passend.

DaggaR, der Tag, die Dämmerung, das Licht könnte so als der Gegenpol gesehen werden, die Dämmerung, aus der das Licht emporsteigt. Ich verbinde das Licht (den Tag) mit dem menschlichen Bewusstsein, dem Tages-Bewusstsein gegenüber dem Schlaf und somit auch den „Himmelsvater“ mit dieser Rune. iNGwaR als Samenkorn, als Ei, als das Kind zweier Eltern (Mutter Erde und Vater Himmel) folgt aus dieser Vereinigung und mit LaguR, dem Wasser, dem Wachstumsprozess, der Nahrungsgrundlage, entsteht so das Leben.

(Einschub = in der nordischen Mythologie beginnt die Schöpfung mit dem dunklen Reich Nifhel – Odala / dem feurigen, lichten Reich Muspelheim – DaggaR / und im Eis ist – wie im Erdreich – der Same des Göttlichen (Buri, der durch Audhumla freigeleckt wurde) – iNGwaR. Danach entsteht aus der Verflüssigung des Eises die Welt.)

MannaR als Symbol des Menschen in seinen sozialen Bindungen, der menschlichen Kultur, ist der Bereich in der die Triebe und Leidenschaften. EhwaR, genutzt, gedämmt oder auch „kultiviert“ werden.


Werden – Frühling, Wasser (Emotionen, Gefühle)

Die Berko als die Rune des Mütterlichen und Gebärenden, Behütenden und Schützenden steht vor der des Himmelsgottes „TyR“, oder TeiwaR, ebenso wie Odala und DaggaR, hier allerdings „personifizierter“ und fassbarer.

Aus der Verbindung beider schafft die (!) Sonne (Sunna) als Fruchtbarkeitsgöttin die natürlichen Prozesse und die Halme, welche im Frühjahr die Widerstände überwinden – AlgiR – und der Kessel (perthro) kann hier als Gebärmutter, oder als Höhle verstanden werden aus der das Leben emporquillt = der Weltenbaum – eihwaR


Weben – Sommer, Luft (Denkprozesse)

Die Jera steht allgemein für „Das Jahr“, aber auch für Ernte und Werdekreise. Sie erinnert an einen aufgebrochenen Kreis, und da sie (im Jahreslauf) auf die Sommersonnenwende fällt, symbolisiert sie eben auch das Ende des Wachtumsprozesses des Lichtes, des Tage, des Jahresgottes. Ab hier „stirbt“ der Tag, beginnt wieder die Dunkelheit Macht zu gewinnen und da passt der „Harmpfeil“ – Isa – sehr gut. Diese nur auf das winterliche Eis zu beziehen, wäre zu kurz gedacht. Sie steht auch für Konzentration, Festigkeit, Härte – all dasjenige was jetzt beginnt in der Pflanzenwelt zuzunehmen.

Die NaudhiR als Symbol für mögliche Notzeiten und der Notwendigkeit durch gute Ernten dies zu wenden, kann zur Hagal führen, der Schutzrune (zwei Seitenbalken und eine schräg verbindende ist das Grundgerüst jeder Lehmmauer), Vor Hagel, Ernteverlusten usw. Die Rune für Harmonie und Freude (Wunjio) schließt zusammen mit Gebo, der Rune des Austausches, des Ausgleiches, des Geben und Nehmens, diesen Abschnitt ab.


Wandel – Herbst, Feuer (Wollen)

Die Fackel und Feuerrune KennaR beginnt diesen Abschnitt, gefolgt von der Rhaidho (Bewegung, Richtung, Rhythmus). Ohne innerem Feuer keine Bewegung. Danach die Rune der Inspiration – AnsuR – der (herbstlichen) Naturgewalten – ThurisaR.

Die Rune UruR verstehe ich vor allem als „Opferrune“, der Opferstier, dem Tod der Natur im November und die Rune Feho als den beweglichen Reichtum, die Fülle, die notwenig ist um durch den Winter zu kommen.

Die Karten dürfen als PDF-Datei ausgedruckt, ausgeschnitten und benutzt werden. Ich bitte allerdings um Austausch und Erfahrungsberichte (Impressum)