Lichtreichen-Geheimnisse

der maltechnische Hintergrund zu diesem Zyklus war: Jedes Bild mit dem gleichen Bildaufbau und Farbgebung zu malen. (zum Aufbau eines Rosenkranzes kann man sich im Netz informieren)


Skizzen zum Thema



Die fünf Geheimnisse des Lichtreichen Rosenkranzes:

Taufe mit Geist

„denn du wurdest von Johannes getauft“ – Johannes als „Zeigender“ ist links im Bild, ein anderer „Sünder“ (mit seelischen Ballast auf den Schultern) rechts. Die Schlange weist auf das „Dunkle“ in der Menschenseele. Der „Taufende“ ist hier der „Gottesgeist“ im Bild der Taube (Vogel)

Wandlung

„denn du hast dich offenbart bei der Hochzeit zu Kanaa“ – der blaue Frauenkörper weißt auf Maria (die im Evangelienbericht den Anstoß gibt), oder auf das weibliche Element des Wassers, aus dem heraus der Wein entsteht (durch die Sonnenkräfte in der Rebe – oder Sonnenkräfte im Herzen Gottes)

Verkündigung

„denn du hast uns das Reich Gottes verkündet“ – Die Mitte und der Ausgang ist der Kopfbereich – als Symbol des „Logos“, der Weltvernunft, oder dem „Wort“. Die Wurzeln weisen (hier und auf den anderen Bildern) auf die Ambivalenz Christ – Gottessohn = Menschensohn – hin. Die eine Gestalt ist offen, die andere verschließt ihre Ohren.

Verklärung

„denn du wurdest verklärt (durchlichtet) auf dem Berg“ – der Berg war in alten Zeiten der Verbindungsort von Menschen- und Himmelsreich, dort waren die Tempel und Kultorte nach „oben“. Christus ist hier in einer Mandorla (Mandelform die auf die Vulva verweist) dargestellt, die von oben gebildet wird und symbolisch im Kopf und Vogel den „Vater“ und den „Gottesgeist“ darstellt. Somit ein Bild der Trinität. Die Strahlen gehen hier allerdings von der gelbroten Kugel unten aus und verweisen auf die Erde und deren „Vierheit“ (vier Jahreszeiten, vier Himmelsrichtungen, vier Elemente usw). Die eine Gestalt wandert hin, die andere wendet sich ab.

Eucharistie

„denn du schenktest uns die Feier der Eucharistie“ (dein Blut und Leib vergeistigt) – Die Anwesenheit Christi bei der Eucharistie (Abendmahl) war erst nach dem Tod möglich, deswegen das Kreuz (aber auch hier fast gleichschenklich als „Vierheit“). Die Schlange weist ebenso auf den berühmten Satz: Joh 3,14 „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden“. Der Kelch auf das Blut (Leben – Seele) und die Hostie auf den lebendigen Leib – also Seele und Leib als psychosomatische Einheit.



Rosenkranz