Ich

juli 2018


„Intuition ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen“ (wikipedia)

Meine Bilder entstehen aus der Beschäftigung mit einem Thema und sind nicht  „erdacht“, sie entwickeln sich selbständig innerhalb des Gestaltungsprozesses und haben den Verstand nur als Untergrund. (Wahl des Papieres, Stiftes, Farbmaterials) und so wie die Entstehung intuitiv ist – so sollte auch die Wahrnehmung, die Betrachtung, intuitiv und eigenständig sein.

Der hier – in der intuitiven Kunst generell, aber auch in der Kunsttherapie – gegangene Weg, ist die Wahrnehmung der unterbewussten Strukturen und Verhaltensmuster. In den partnerschaftlichen Bildern wird das persönliche Unterbewusstsein angesprochen, in den spirituellen Bildern das kollektive Unbewusste und seine Archetypen (C.G.Jung)

Da viele Menschen in ihren Träumen, Traumreisen, therapeutischen Behandlungen usw. Symbole wahrnehmen, die entweder im Christentum nicht vorkommen, oder negativ besetzt sind, arbeiten meine Bilder mit den alten „heidnischen“ Symbolen Europas oder lösen die bekannten Symbole ins heidnische auf, damit die intellektuelle Einordnung der Symbole aufgebrochen werden kann.


Ich folge dem schamanischen Grundmodell der drei Welten: Unter- Mittel- und Oberwelt, die ich auch als „Große Mutter“ (Mutter Erde), Menschenwelt (Menschenseele) und „Himmelsvater“ (Geist) bezeichne. Die „Oberwelt“ ist die Welt des Lichtes = somit des Bewusstseins und alles was „am Tage“ möglich ist und die Unterwelt die des Dunkels und alles was darin möglich ist. In der Mittelwelt (Menschenwelt)  durchdringen sich beide. Für mich ist das „Dunkel“ nicht böse und das „Licht“ nicht gut. Das Dunkel repräsentiert das Leben, die Einheit, Natur, Triebe, Leidenschaften, Leben – das Licht das Bewusstsein, das Denken, die Vielheit der Dinge, die Einschränkung und die Gestalt-Gebung.

Der psychosomatische Bereich (Körper und Seele) entstammt und wird beeinflusst durch die „Große Mutter“ (die Lebensprozesse) auch unser Bewusstsein bildet sich in unserem Körper, braucht aber die Reflexion, Ideen, Begriffe und somit das „Licht“, den „Tag“ um über die Sinnesorgane wahrnehmen zu können. Und nur dieses menschliche Bewusstsein ist offen für das, was als „Geist“, „Götter“, „Himmelsvater“ in der Natur und im Menschen wirkt. Bleibt das Bewusstsein in seinen Trieben und Leidenschaften, seinen unterbewussten Verhaltensmustern = dann ist es ein Spielball seiner eigenen Seele.  Wird es sich seiner „Andersartigkeit“ seiner „lichten“ Wesensart bewusst, dann beginnt es mit der Auseinandersetzung, der Gestaltung, der Ordnung seiner „dunklen“ Anteile = also dem, was in den verschiedenen Religionen und spirituellen Weltbildern als Schulungsweg, oder religiöse Praxis bezeichnet wird. Als Endziel: der „Wiedergeborene“, oder „Erwachte“, oder „Erleuchtete“ usw.